Wählen Sie eine Aktion:
Schrift:
Artikel vom: 01.02.2010
Elbehexen erfolgreich
Gegen Play-Off-Bewerber HSG Wildungen feiern die Riesaer Handballerinnen mit 30:24 den höchsten Saisonsieg. Die Elbehexen Riesa stürzen ihre Fans in ein Wechselbad der Gefühle. Eine Woche nach dem 16:30-Desaster in Nellingen meldeten sie sich mit einem 30:24 (13:14) gegen Play-Off-Bewerber HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim eindrucksvoll zurück und schöpfen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Dass die Gäste verspätet eintrafen und das Spiel mit elf Minuten Verzögerung angepfiffen wurde, könnte in der ersten Halbzeit eine kleine Rolle gespielt haben. Nach dem 0:2 (3.) lief bei den Gästen nicht viel, waren die Beine wohl noch etwas fest. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Elbehexen ihren 350 Fans eine furiose Viertelstunde boten. Nach dem 3:2 gerieten sie nochmals 3:4 in Rückstand, warfen aber bis zum 11:6 (18.) jede Menge wunderschöner Tore: Vor allem Annika List begeisterte in dieser Phase mit ihren Treffern von linksaußen. Dennoch hätte sie noch ein paar Dinger mehr machen müssen“; sah es Trainer Lothar Doering genauso wie das Publikum. Aber unsere Abwehr war richtig klasse“, lobte der Coach. Vor allem die Pressdeckung von Juliane Lang und Annika List gegen die HSG-Rückraumriesen Cristina Mihai und Sabine Heusdens zeigte deutliche Wirkung. Dazu boten die Torhüterinnen Sarah Harnisch und Julia Schulz eine tolle Leistung, Schulz parierte unter anderem zwei Siebenmeter. Nur kurz vor der Pause schwächelten die Hexen, kassierten fünf Treffer zum 11:11 und gerieten beim 12:14 (29.) wieder mit zwei Toren ins Hintertreffen. Doch der Trainer hat gesagt, wir sollen das Positive mitnehmen und in der Abwehr einfach so weiter ackern“, freute sich Jule Lang. So begeisterten die Hexen nach dem Wechsel durch bewegliches Angriffspiel und Torgefahr aus allen Positionen. Unsere offensive Abstimmung hat über weite Phasen sehr gut geklappt, so Doering. Obwohl der kleine Kader fast geschlossen über 60 Minuten durchspielen musste, zeigte sich kein Ausfall. Marzena Kot war, soweit es der lädierte Rücken zuließ, kaum zu stoppen. „Und als Marzena eine Pause brauchte, hat das Vicky Schütze in der Abwehr richtig gut gemacht; vergaß der Trainer auch die Ergänzungsspielerinnen nicht. Doreen Geheb verschaffte sich am Kreis mit ihrer ganzen Routine immer wieder Platz, wurde von Juliane Lang und Ivana Vujica gut in Szene gesetzt. Die Kombinationsmaschinerie der Hexen lief so geschmiert wie noch nie in dieser Saison. Nur Wildungens superstarke Torfrau Danja Lerch hielt das Spiel offen. Als Riesa nach dem 24:20 (50.) den Gegner noch mal bis auf ein Tor heran ließ und auf den Rängen das große Zittern ausbrach, machten Marzena Kot mit einem Raketenwurf und Ivana Vujica per Konter zum 26:23 (57.) alles klar. In den Schlussminuten feierten die Hexen sogar noch den höchsten Saisonsieg. Text: Uwe P.
Quelle:
Riesa TV
Anzeige



